Geschichte

Zur Geschichte der Paslamer Untergrundbahn.

Im Jahre 1851 reiste der in Paslam geborene Eisenbahningenieur Luggi Waldhammer (*10.01.1819 – †01.09.1875) in das ferne London zwecks Besuchs der Londoner Industrie Ausstellung, die auch Great Exhibition genannt wurde.

Luggi Waldhammer hatte überaus erfolgreich in München an der Ludwig-Maximilians-Universität studiert und stellte in London ein kühnes, von vielen belächeltes Eisenbahn Projekt vor: Und zwar das einer  unter der Erde in langen Röhren verkehrenden Eisenbahn.

Ausgearbeitet bis in das letzte Detail. Zusätzlich bemerkenswert ist, dass Luggi Waldhammer schon im Jahr 1851 die ersten Ideen einer von ihm und dem Herrn Werner von Siemens projektierten Elektrifizierung des Eisenbahnwesens vorstellte.

(p.s. Auf der Berliner Gewerbeausstellung von 1879 (vier Jahre nach dem schrecklichen Tod Luggi Waldhammers in der Isar) stellte Werner von Siemens die erste elektrische Lokomotive der Welt vor).

Wie dann aber leider zu der Zeit nicht anders zu erwarten war:

Die Engländer klauten die Ideen und die Pläne und eröffneten am 10.1.1863 (ausgerechnet am Geburtstag Luggi Waldhammers!) ihre Untergrundbahn. Und diese war, wie sich herausstellte – nahezu unverändert nach den Plänen des Paslamer Luggi Waldhammers gebaut.

Bis auf die vielen qualmenden, stinkenden Lüftungsschächte in der Stadt, die sich ja nach Luggis Plänen damals schon erübrigt hätten, da Luggi elektrisch geplant hatte. Und nicht mit Dampf, wie die verbrecherischen Plänediebe aus London.

Mit dem Tode Luggis am 1.9.1875 gerieten die Pläne leider in Vergessenheit. Und somit auch die weiterführenden Pläne, Paslam mit einer modernen Untergrundbahn zu versorgen.

Aber nun ist es soweit: Paslam hat eine U-Bahn, die in der Welt nicht Ihresgleichen findet! Und auch, was die Bauzeit angeht! So schnell wurde und wird noch nie so ein gigantisches Projekt aus dem Boden gestampft und beendet. Denn der zu Beginn festgelegte Fertigstellungstermin, der, 1. September 2015 wurde natürlich eingehalte, auch, um den fabelhaften Ingenieur Luggi Waldhammer zu ehren, den am 1.9.2015 jährt sich sein Todestag zum zweihundertsten Mal!

Bemerkenswert ist noch, dass sich das Streckennetz nahezu einhundertprozentig in den Plänen Luggi Waldhammers wieder findet. Ergänzt werden musste der Plan nur durch die Linie U 3, die zum Flughafen führt. Der war damals noch nicht projektiert. Und es gab in seinen Plänen noch nicht die Haltestellen ARAL (Abdul Habibi) und EDEKA-Tumm.